Wirkung von Cannabinoiden: Was du wissen musst

Cannabinoide sind eine große Gruppe von Stoffen aus der Hanfpflanze — und jedes wirkt anders. Manche, wie THC, lösen ein Rauschgefühl aus. Andere, wie CBD, wirken nicht psychoaktiv, können aber Entspannung, weniger Stress oder eine bessere Nachtruhe unterstützen. Dazu kommen Vorkommen wie CBG oder CBN, die eigene Effekte haben. Hier erfährst du verständlich, wie das im Körper abläuft und worauf du praktisch achten solltest.

Wie Cannabinoide im Körper arbeiten

Unsere Zellen besitzen das sogenannte Endocannabinoid-System (ECS). Cannabinoide binden an Rezeptoren dieses Systems (CB1, CB2) oder beeinflussen Enzyme und Neurotransmitter. THC bindet stark an CB1-Rezeptoren im Gehirn und erzeugt dadurch psychoaktive Effekte. CBD bindet kaum an CB1, beeinflusst aber andere Signalwege und Enzyme — deshalb spürst du keine typische "High"-Wirkung, wohl aber mögliche entspannende Effekte.

Andere Cannabinoide: CBG wird oft als „Vorläufer“ genannt und kann auf verschiedene Rezeptoren wirken. CBN wird mit Schläfrigkeit in Verbindung gebracht. HHC und Delta‑8 sind chemisch näher an THC und können ähnlich psychoaktiv sein — oft leichter oder anders im Empfinden, aber mit vergleichbaren Risiken bei Tests und Nebenwirkungen.

Der Konsumweg entscheidet viel über Tempo und Intensität: Inhalation (Vape, Verdampfer, Rauchen) wirkt meist innerhalb von Minuten und ist gut steuerbar. Esswaren brauchen 30–120 Minuten bis zur Wirkung, dafür halten Effekte länger. Oral eingenommene Produkte haben niedrigere, aber länger anhaltende Verfügbarkeit.

Praxis: Dosierung, Nebenwirkungen, Tests

Fang immer niedrig an und steigere langsam. Lies die Milligramm-Angaben auf dem Produkt: 5–25 mg CBD sind typische Startbereiche, bei THC ist Vorsicht geboten. Konzentratprodukte wie Wax oder Crumble liefern sehr hohe Dosen auf kleinem Raum — hier ist Dosiskontrolle wichtig.

Nebenwirkungen können Müdigkeit, Mundtrockenheit, Magenverstimmungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten sein. Besonders wichtig: CBD beeinflusst Leberenzyme (CYP450), die viele Medikamente abbauen. Sprich mit deinem Arzt, wenn du regelmäßig verschreibungspflichtige Mittel nimmst.

Drogentests: THC‑Metaboliten sind der Hauptgrund für positive Tests. Produkte mit Delta‑8, HHC oder unklaren Spuren von Delta‑9 können ebenfalls positiv ausfallen. Nutze nur getestete Produkte mit COA (Laborbericht), um Überraschungen zu vermeiden.

Tipps: Kaufe transparente Produkte mit Laboranalyse, lagere sie kühl und dunkel, mische Cannabinoide nicht mit Alkohol oder starken Medikamenten und notiere, wie viel und wann du eingenommen hast. Wenn du konkrete Fragen hast oder Nebenwirkungen bemerkst, suche medizinischen Rat.

Du willst tiefer einsteigen? In unseren Artikeln findest du Praxisinfos zu CBD‑Dosierung, Wirkung von CBG/CBN, Risiken bei HHC und vieles mehr.

Was ist das psychoaktivste Cannabinoid?
  • Von Stefan Müller
  • Datiert 11 Dez 2023

Was ist das psychoaktivste Cannabinoid?

In diesem Beitrag werde ich euch eine Frage beantworten, die sich viele gestellt haben: Was ist das am meisten psychoaktive Cannabinoid? Die Antwort ist ziemlich einfach, und ihr habt wahrscheinlich schon davon gehört - es ist THC. Wir werden uns genauer ansehen, was THC ist, warum es so psychoaktiv ist und wie es im Vergleich zu anderen Cannabinoiden steht. Selbst wenn Sie ein erfahrener Nutzer sind, können Sie hier vielleicht etwas Neues lernen.