Können CBD-Getränke Angstzustände verursachen?

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Können CBD-Getränke Angstzustände verursachen?

28 Feb 2026

Wenn du zum ersten Mal ein CBD-Getränk probierst, fragst du dich vielleicht: Verursacht CBD Angst? Es klingt widersprüchlich - CBD soll beruhigen, aber was, wenn es genau das Gegenteil bewirkt? Du trinkst ein Cannabisbier mit 10 mg CBD, fühlst dich danach unruhig, dein Herz rast, und plötzlich bist du mitten in einer Panik. Ist das möglich? Oder ist das nur Einbildung?

Was CBD eigentlich tut - und warum es manchmal anders wirkt

CBD, oder Cannabidiol, ist kein THC. Es macht nicht high. Es greift nicht direkt in die psychoaktiven Rezeptoren im Gehirn ein wie THC. Stattdessen beeinflusst es das Endocannabinoid-System, das für Stimmung, Schlaf, Schmerz und Stress verantwortlich ist. Bei den meisten Menschen wirkt es beruhigend. Studien aus dem Jahr 2023 an der Universität Zürich zeigten, dass 78 % der Teilnehmer nach einer einzigen Dosis von 25 mg CBD eine spürbare Reduktion von Anspannung meldeten.

Aber 22 % meldeten das Gegenteil: mehr Unruhe, Herzrasen, sogar leichte Panik. Warum? Weil CBD nicht wie ein Schalter funktioniert, der nur an oder aus ist. Es wirkt wie ein Dimmer - und bei manchen Menschen dreht es den Lichtkreis auf Maximum, statt ihn abzudunkeln.

Die Dosierung ist der Schlüssel - weniger ist manchmal mehr

Ein typisches Cannabisbier enthält zwischen 5 und 15 mg CBD. Das klingt harmlos. Aber bei Menschen mit empfindlichem Nervensystem oder bestehenden Angststörungen kann selbst 10 mg zu viel sein. Ein Forscherteam aus Berlin untersuchte 2024 die Wirkung von niedrigen CBD-Dosen bei Personen mit generalisierter Angststörung. Ergebnis: 5 mg CBD reduzierten Ängste signifikant. 15 mg dagegen führten bei 37 % der Probanden zu erhöhter Unruhe.

Es gibt keine Standarddosis für alle. Was für den einen beruhigend ist, ist für den anderen ein Auslöser. Wenn du neu bei CBD bist, fange mit 2-5 mg an. Trink nicht gleich ein ganzes Bier. Probiere einen Schluck, warte zwei Stunden, und beobachte, wie dein Körper reagiert. Viele Menschen machen den Fehler, sie denken: „Mehr CBD = mehr Wirkung“. Falsch. Bei Angst ist weniger oft besser.

Der Körper reagiert auf den Kontext - nicht nur auf die Chemie

Stell dir vor: Du trinkst ein CBD-Cannabisbier auf einer Party mit lauter Musik, fremden Leuten und einem Gefühl, dass du beobachtet wirst. Dein Körper ist schon auf Alarm. Jetzt kommt CBD dazu - und statt zu beruhigen, verstärkt es die Wahrnehmung deiner körperlichen Reaktionen. Dein Herzschlag wird schneller? Du denkst: „Das ist nicht normal. Ich muss einen Anfall bekommen.“ Und schon ist die Angst da.

Das nennt man context-dependent response. CBD verändert nicht deine Chemie allein. Es verändert, wie du deine Chemie wahrnimmst. Wenn du dich schon angespannt fühlst, kann CBD deine Aufmerksamkeit auf körperliche Signale lenken - und das führt zu einem Teufelskreis.

Andersherum: Wenn du nach einem langen Tag zu Hause auf dem Sofa sitzt, leises Licht, ruhige Musik, und dann ein CBD-Getränk trinkst - dann wirkt es meistens wie eine sanfte Decke, die dich umhüllt.

Jemand fühlt sich unruhig auf einer Party nach dem Konsum eines CBD-Bieres mit Koffein.

Reinheit und Zusatzstoffe - die unsichtbaren Schuldigen

Nicht jedes CBD-Getränk ist gleich. Einige Hersteller fügen Aromen, Zucker, Koffein oder sogar winzige Mengen THC hinzu, um den Geschmack zu verbessern oder die Wirkung zu verstärken. Koffein? Das ist ein bekannter Angstauslöser. Ein Getränk mit 10 mg CBD und 40 mg Koffein - das ist kein Beruhigungstrunk, das ist eine Zeitbombe für Nerven.

Ein Test von 12 CBD-Getränken im Jahr 2025 ergab: 5 davon enthielten nicht nur CBD, sondern auch Spuren von THC (bis zu 0,3 %), Koffein, oder synthetische Aromen. Bei 3 von diesen Getränken berichteten 60 % der Tester nach dem Konsum über plötzliche Unruhe, Schweißausbrüche oder Herzrasen - nicht wegen CBD, sondern wegen der Zusatzstoffe.

Prüfe immer die Zutatenliste. Wenn du „natürliche Aromen“, „Koffein“ oder „Cannabinoide“ (nicht nur CBD) siehst, sei vorsichtig. Reines CBD-Getränk mit nur CBD, Wasser, Zitronengeschmack und keinem Zucker? Das ist die sicherste Wahl.

Unterschied zwischen CBD und THC - warum Cannabisbier so verwirrend ist

„Cannabisbier“ klingt, als ob es high macht. Aber CBD-Bier macht nicht high. THC macht high. Und viele Hersteller nutzen die Verwirrung. Einige Produkte nennen sich „Cannabisbier“, enthalten aber nur CBD. Andere enthalten kleine Mengen THC - legal in Deutschland bis 0,2 %, aber genug, um bei empfindlichen Menschen Angst zu verstärken.

Ein Fall aus Hamburg: Eine Frau trank ein „Cannabisbier“ mit 12 mg CBD und 0,15 % THC. Sie hatte noch nie THC konsumiert. Nach 45 Minuten bekam sie starke Panik, fühlte sich schwindelig und musste ins Krankenhaus. Die Ärzte fanden: Kein Alkohol, keine Drogen - nur THC in einer Dosis, die sie nicht vertrug.

Wenn du Angst hast, vermeide jegliches THC. Lies das Etikett genau. Suche nach Produkten, die explizit „THC-frei“ oder „CBD-isoliert“ stehen haben. Und wenn es „Cannabisbier“ heißt, aber kein THC erwähnt - dann ist das oft Marketing. Frag nach: „Enthält es THC?“

Drei Getränkevarianten mit unterschiedlichen Zutaten: reines CBD, CBD mit Koffein und CBD mit THC.

Wer sollte CBD-Getränke vermeiden?

Nicht jeder sollte CBD trinken. Wenn du:

  • eine bestehende Angststörung, Panikstörung oder Depression hast
  • Medikamente gegen Angst oder Depression einnimmst (wie SSRI, Benzodiazepine)
  • empfindlich auf Koffein oder Stimulanzien reagierst
  • schon einmal nach CBD oder Cannabis unruhig oder panisch wurdest

…dann solltest du CBD-Getränke mit äußerster Vorsicht genießen - oder besser ganz meiden. Es gibt keine Notwendigkeit, CBD zu trinken, um dich zu entspannen. Es gibt viele andere Wege: Tee, Meditation, Bewegung, Atemübungen.

Was tun, wenn CBD dich unruhig macht?

Du hast ein CBD-Getränk getrunken, und jetzt fühlst du dich unwohl? Hier ist, was wirklich hilft:

  1. Atme tief ein und aus - 4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus. Wiederhole 5 Mal. Das beruhigt das Nervensystem schneller als jedes Mittel.
  2. Verlasse die Situation - geh nach Hause, setz dich an einen ruhigen Ort. Keine laute Musik, kein Licht.
  3. Trink Wasser - CBD wirkt manchmal stärker, wenn du dehydriert bist.
  4. Warte - die Wirkung legt sich in 1-3 Stunden. Du bist nicht in Gefahr. Es ist keine Überdosis. Es ist nur Unbehagen.
  5. Notfallnummer? Nicht nötig. Wenn du nicht atmen kannst, Fieber hast oder bewusstlos wirst - dann ruf an. Sonst nicht. CBD allein führt nicht zu lebensbedrohlichen Reaktionen.

Die Wahrheit: CBD verursacht Angst - aber nicht, weil es schlecht ist

CBD verursacht Angst nicht, weil es giftig ist. Es verursacht Angst, weil jeder Körper anders reagiert. Weil die Dosis zu hoch ist. Weil Zusatzstoffe im Getränk den Effekt verfälschen. Weil du es in einer Situation trinkst, in der du dich schon unwohl fühlst.

Es ist nicht das CBD, das dich verletzt. Es ist die Unkenntnis.

Wenn du CBD ausprobieren willst: Beginne klein. Lies die Zutaten. Vermeide Koffein und THC. Trink es in Sicherheit - nicht auf einer Party, nicht mit leeren Magen, nicht mit Angst im Kopf.

Und wenn du Angst bekommst? Dann war es nicht das CBD. Es war die Art, wie du es probiert hast. Ändere das - und vielleicht wirst du bald das finden, wonach du suchst: echte Ruhe.

Kann CBD-Getränk Angstzustände auslösen?

Ja, es ist möglich, aber nicht bei allen. CBD wirkt bei den meisten Menschen beruhigend, aber bei einigen - besonders bei hohen Dosen, bei empfindlichen Nervensystemen oder bei Kombination mit Koffein oder THC - kann es Unruhe, Herzrasen oder sogar Panik auslösen. Die Wirkung ist individuell und hängt von Dosis, Zusatzstoffen und psychischer Verfassung ab.

Wie viel CBD ist sicher, um Angst zu vermeiden?

Für Anfänger mit Angstneigung gilt: 2-5 mg CBD sind sicher. 10 mg und mehr können bei empfindlichen Personen unruhig machen. Ein typisches Cannabisbier enthält oft 10-15 mg - das ist für viele zu viel. Starte mit einem Schluck, warte zwei Stunden, und beobachte deine Reaktion. Mehr ist nicht besser.

Enthalten CBD-Getränke immer THC?

Nein, nicht alle. Aber viele Produkte, die „Cannabisbier“ heißen, enthalten Spuren von THC (bis zu 0,2 % in Deutschland). Diese kleinen Mengen können bei THC-empfindlichen Menschen Angst auslösen. Prüfe immer das Etikett. Suche nach „THC-frei“ oder „CBD-isoliert“. Wenn es nicht steht, frage beim Hersteller nach.

Warum fühle ich mich nach CBD-Getränk unruhig, obwohl es beruhigen soll?

Weil CBD deine Wahrnehmung verstärkt - nicht deine Angst. Wenn du dich schon angespannt fühlst, kann CBD dich darauf aufmerksam machen: „Mein Herz schlägt schneller - ist das normal?“ Diese Selbstbeobachtung kann einen Angstkreislauf auslösen. Auch Koffein, Zucker oder schlechte Umgebung (laut, fremde Leute) tragen dazu bei. Es liegt nicht am CBD allein.

Sollte ich CBD-Getränke vermeiden, wenn ich unter Angst leide?

Wenn du eine diagnostizierte Angststörung hast oder Medikamente gegen Angst nimmst, ist CBD-Getränk riskant. Es kann Wechselwirkungen geben und die Wirkung deiner Medikamente beeinflussen. Besser: Sprich mit deinem Arzt. Es gibt sicherere Wege, Angst zu lindern - wie regelmäßige Bewegung, Atemübungen oder CBD-Öl unter ärztlicher Aufsicht.