Wenn du dich für Hanffood interessierst - also Hanfkerne, Hanfprotein, Hanföl oder Hanfmilch - hast du dich bestimmt schon gefragt: Enthält das eigentlich CBD? Die Antwort ist einfacher, als viele denken: Hanffood enthält praktisch kein CBD. Und das ist kein Fehler, sondern völlig normal.
Was ist eigentlich Hanffood?
Hanffood bezeichnet Lebensmittel, die aus der Hanfpflanze (Cannabis sativa) hergestellt werden - aber nicht aus den Blüten. Du bekommst Hanfkerne als Snack, Hanföl aus den Samen, Hanfprotein aus dem Presskuchen nach der Ölpressung, oder Hanfmilch, die wie Mandelmilch aus dem gemahlenen Hanf hergestellt wird. Alles das sind Nahrungsmittel, die reich an Eiweiß, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren, Ballaststoffen und Mineralien sind. Sie sind eine gute pflanzliche Alternative zu Milch, Fleisch oder Nüssen.
Doch die Hanfpflanze hat zwei wichtige Teile: die Blüten und die Samen. Nur die Blüten enthalten signifikante Mengen an CBD (Cannabidiol) und anderen Cannabinoiden. Die Samen hingegen - die für Hanffood verwendet werden - enthalten fast keine Cannabinoide. Das liegt an der Biologie der Pflanze: CBD wird in den Drüsen der Blüten gebildet, nicht in den Samen.
Warum enthalten Hanfkerne und Hanföl kaum CBD?
Einige Menschen denken, weil Hanf mit Cannabis verwandt ist, müsse alles vom Hanf auch CBD enthalten. Das ist ein Irrtum. Stell dir vor, du hast eine Zitrone. Die Schale enthält Zitronenöl, aber der Saft aus der Frucht enthält kaum ätherische Öle. Hanfkerne sind so etwas wie der Saft der Hanfpflanze - sie sind nahrhaft, aber nicht psychoaktiv oder therapeutisch aktiv in Bezug auf CBD.
Studien zeigen, dass Hanfkerne und Hanföl nur Spuren von CBD enthalten - typischerweise weniger als 0,001 %. Das ist so wenig, dass es weder wirkt, noch nachgewiesen werden kann, ohne hochspezialisierte Labore. In Deutschland und der EU müssen Lebensmittel, die aus Hanf hergestellt werden, eine maximale CBD-Konzentration von 0,2 % haben. Doch Hanffood liegt weit darunter, oft bei 0,0005 % oder weniger.
Das ist kein Zufall. Hersteller nutzen speziell gezüchtete Hanfsorten, die sich durch hohe Samenausbeute und niedrige Cannabinoidkonzentration auszeichnen. Diese Sorten werden in der EU als „industrieller Hanf“ klassifiziert und unterliegen strengen Kontrollen. Wenn du Hanffood kaufst, ist es also nicht nur legal - es ist auch sicher.
Was ist mit Hanfblüten? Enthalten die CBD?
Ja, Hanfblüten enthalten CBD - aber sie sind kein Lebensmittel. In Deutschland sind Hanfblüten als Nahrungsmittel verboten, auch wenn sie weniger als 0,2 % THC enthalten. Sie gelten als „nicht zulässige Lebensmittel“ gemäß der EU-Lebensmittelverordnung. Du kannst sie als Tee zubereiten oder in Ölen extrahieren - aber nicht als Kürbiskern-Ersatz in deinem Müsli.
Es gibt Produkte auf dem Markt, die „CBD-Hanföl“ verkaufen - aber das ist kein Hanffood. Das ist ein extrahierter, konzentrierter Cannabinoid-Produkt, das aus den Blüten gewonnen wird. Solche Produkte unterliegen anderen Gesetzen als Lebensmittel. Sie werden als „Nahrungsergänzung“ oder „kosmetische Produkte“ vermarktet, nicht als normale Lebensmittel. Und sie müssen eine Zulassung haben, um verkauft zu werden.
Wie erkenne ich echtes Hanffood?
Wenn du Hanffood kaufen willst, schau auf die Zutatenliste. Echtes Hanffood enthält nur:
- Hanfkerne (ganze, geschälte oder geröstete)
- Hanföl (kaltgepresst, aus Samen)
- Hanfproteinpulver (aus dem Presskuchen nach der Ölpressung)
- Hanfmilch (Wasser + Hanfkerne)
Wenn du auf der Zutatenliste „CBD“, „Cannabidiol“, „Hanfextrakt“ oder „Blütenextrakt“ findest, dann ist es kein Hanffood. Das ist ein medizinisches oder ergänzendes Produkt. Es hat nichts mit deinem Müsli, deinem Smoothie oder deinem Salatöl zu tun.
Ein guter Tipp: Suche nach Produkten mit dem EU-Label „industrieller Hanf“ oder „Hemp Seed“. Diese Produkte müssen laut EU-Recht aus Samen hergestellt sein und dürfen keine Cannabinoide aus Blüten enthalten. In Deutschland sind solche Produkte seit Jahren zugelassen - und werden von Lebensmittelbehörden regelmäßig kontrolliert.
Warum gibt es so viele Verwirrungen?
Weil die Begriffe „Hanf“ und „Cannabis“ oft synonym verwendet werden. Aber das ist wie „Weizen“ und „Bier“ zu verwechseln. Weizen ist die Pflanze, Bier ist ein Produkt, das aus Weizen hergestellt wird - aber nicht jeder Weizen ist Bier. Ebenso: Hanf ist die Pflanze, CBD ist eine Verbindung, die in einem Teil der Pflanze vorkommt - aber nicht in allen Teilen.
Auch die Werbung trägt dazu bei. Manche Marken nutzen den „CBD-Hype“ und schreiben „CBD-reich“ auf Hanfkerne, obwohl es gar nicht stimmt. Das ist irreführend und in Deutschland sogar rechtswidrig. Die Lebensmittelüberwachung hat in den letzten Jahren mehrere solcher Produkte zurückgerufen.
Wenn du CBD suchst, dann suche nach zertifizierten CBD-Ölen, -Tropfen oder -Kapseln, die explizit als solche gekennzeichnet sind. Wenn du ein nahrhaftes, pflanzliches Lebensmittel willst, dann nimm Hanfkerne - sie sind super für deine Gesundheit, aber sie enthalten kein CBD.
Was macht Hanffood dann so gesund?
Dass Hanffood kein CBD enthält, macht es nicht weniger wertvoll. Im Gegenteil: Hanfkerne sind eine der reichhaltigsten pflanzlichen Proteinquellen - mit allen 9 essentiellen Aminosäuren. Ein Esslöffel Hanfkerne (ca. 10 g) enthält 5 Gramm Eiweiß, 3 Gramm Ballaststoffe und 1 Gramm Omega-3-Fettsäuren. Das ist mehr als in den meisten Nüssen - und ohne Cholesterin.
Hanföl hat ein ideales Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 (3:1), was entzündungshemmend wirkt. Viele Menschen mit chronischen Entzündungen, wie Arthritis oder Hautproblemen, berichten von Besserung, wenn sie Hanföl als Salatöl nutzen. Es ist auch stabil genug, um nicht leicht ranzig zu werden - im Gegensatz zu Leinöl.
Hanfprotein ist leicht verdaulich, hypoallergen und gut für Menschen mit Soja- oder Milchallergien. Es wird oft in Proteinshakes, Backwaren oder Smoothies verwendet. Kein Geschmack, der überwältigt - nur ein leicht nussiger, erdiger Touch.
Und ja: Es ist vegan, glutenfrei, laktosefrei und ohne künstliche Zusätze. Ein echtes Superfood - nur eben kein CBD-Produkt.
Fazit: Hanffood = keine CBD, aber volle Nährstoffe
Hanffood enthält praktisch kein CBD. Das ist kein Mangel, sondern ein Merkmal. Es ist ein Lebensmittel, kein Medikament. Und das ist gut so. Du bekommst die Vorteile von Hanf - ohne Risiken, ohne rechtliche Grauzonen, ohne unnötige Verwirrung.
Wenn du CBD brauchst - zum Beispiel wegen Schmerzen, Schlafstörungen oder Angst - dann suche gezielt nach zertifizierten CBD-Produkten. Wenn du einfach deine Ernährung verbessern willst, dann iss Hanfkerne, trink Hanfmilch oder streich Hanföl auf dein Brot. Es ist gesund, lecker und völlig legal.
Verwechsle nicht die Pflanze mit ihrem Teil. Hanf ist mehr als CBD. Und Hanffood ist genau das, was es sein soll: eine nahrhafte, natürliche, echte Lebensmittelquelle.
Enthält Hanföl CBD?
Nein, normales Hanföl aus Hanfsamen enthält praktisch kein CBD. Es wird aus den Samen der Hanfpflanze kaltgepresst, und diese enthalten nur Spuren von Cannabinoiden - unter 0,001 %. CBD kommt nur in den Blüten vor, nicht in den Samen. Wenn du CBD-Öl suchst, musst du ein Produkt kaufen, das extra aus Hanfblüten extrahiert wurde - das ist kein Lebensmittel, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel.
Kann man Hanfkerne als CBD-Quelle nutzen?
Nein. Hanfkerne enthalten so wenig CBD, dass sie keine therapeutische Wirkung haben. Selbst wenn du ein ganzes Kilo Hanfkerne am Tag essen würdest, würdest du nicht einmal eine Milligramm CBD aufnehmen. Sie sind ein Nahrungsmittel - reich an Eiweiß und Fettsäuren - aber kein Mittel gegen Schmerzen, Angst oder Schlafstörungen.
Ist Hanffood legal in Deutschland?
Ja, Hanffood ist in Deutschland vollkommen legal, solange es aus Hanfsamen hergestellt wird und keine Hanfblüten enthält. Die EU erlaubt den Verkauf von Hanfprodukten aus Samen, solange der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt - was bei echtem Hanffood immer der Fall ist. Lebensmittelbehörden kontrollieren regelmäßig Produkte auf diese Vorgaben.
Warum wird Hanf manchmal mit Cannabis verwechselt?
Weil beide aus derselben Pflanzenart stammen - Cannabis sativa. Aber es gibt viele verschiedene Sorten. Hanf ist eine Sorte, die für Fasern, Samen und Öl gezüchtet wurde und kaum THC oder CBD enthält. Cannabis (Marihuana) ist eine Sorte, die für hohe THC- oder CBD-Werte in den Blüten gezüchtet wurde. Es ist wie der Unterschied zwischen Apfelbaum und Zitronenbaum - beide sind Bäume, aber sie dienen völlig unterschiedlichen Zwecken.
Wie erkenne ich, ob ein Produkt wirklich Hanffood ist?
Schau auf die Zutatenliste: Wenn dort nur „Hanfkerne“, „Hanföl“ oder „Hanfprotein“ steht, ist es Hanffood. Wenn du „CBD“, „Cannabidiol“, „Hanfblütenextrakt“ oder „Cannabis sativa Blüten“ findest, ist es kein Lebensmittel, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel oder Medikament. Achte auch auf die Herkunft: Echte Hanffood-Produkte stammen aus zertifiziertem industriellen Hanf, nicht aus medizinischem Cannabis.