Wenn du schon mal ein CBD-Öl oder eine Creme mit CBG probiert hast, hast du dich vielleicht gefragt: Verstärkt CBG dein High? Die Antwort ist einfach: Nein. Nicht direkt. Nicht einmal indirekt. CBG, kurz für Cannabigerol, ist kein Psychoaktivum. Es hat keine Wirkung auf dein Gehirn, das dich high macht. Und das ist wichtig, denn viele Menschen verwechseln CBG mit THC oder sogar CBD. Dabei ist CBG etwas völlig anderes - und das hat Konsequenzen, besonders wenn es um Kosmetik geht.
Was ist CBG wirklich?
CBG ist der Urstoff aller anderen Cannabinoide. In jungen Hanfpflanzen ist es der Hauptbestandteil. Mit der Zeit verwandelt sich CBG in CBD, THC und andere Verbindungen. Deshalb ist es in den meisten Produkten nur in winzigen Mengen enthalten. Es kommt selten in Konzentrationen über 1 % vor. Das macht es teuer und schwer zu gewinnen. Aber es ist nicht nutzlos. Ganz im Gegenteil.
Studien zeigen, dass CBG entzündungshemmend wirkt - sogar stärker als CBD in einigen Tests. Es kann die Haut beruhigen, Rötungen reduzieren und den Juckreiz lindern. Es hat antimikrobielle Eigenschaften, die gegen Akne und andere Hautprobleme helfen können. Und es fördert die Hautbarriere, indem es die natürliche Feuchtigkeitsproduktion unterstützt. Keine davon ist eine psychoaktive Wirkung. Keine davon führt zu einem Gefühl der Euphorie oder Veränderung des Bewusstseins.
Warum denken viele, CBG macht high?
Weil es aus derselben Pflanze kommt. Weil es auf der Verpackung steht: „Cannabis“. Weil es in der gleichen Apotheke liegt wie CBD-Öl. Und weil viele Hersteller es mit CBD oder sogar THC kombinieren - und dann behaupten, CBG sei der „Geheimwirkstoff“ für ein intensiveres High. Das ist Marketing. Nicht Wissenschaft.
Einige Produkte enthalten tatsächlich kleine Mengen THC, um eine sanfte Wirkung zu erzielen. Aber das ist kein CBG-Effekt. Das ist THC. Wenn du nach dem Auftragen einer CBG-Creme ein leichtes Kribbeln spürst, dann liegt das nicht an CBG. Es könnte an ätherischen Ölen, an Alkohol, an der Textur der Creme liegen. Oder an deiner Erwartung. Der Placebo-Effekt ist stark, besonders bei Produkten, die mit Cannabis in Verbindung gebracht werden.
CBG in Kosmetik: Was bringt es wirklich?
CBG in Cremes, Serums oder Gesichtswässern hat einen klaren Nutzen - aber nicht für dein Bewusstsein. Es wirkt auf deine Haut. Und zwar auf eine Weise, die sich von CBD unterscheidet.
- Entzündungshemmend: Bei Rosazea, Ekzemen oder Akne kann CBG die Rötung und Schwellung reduzieren.
- Antibakteriell: Es hemmt das Wachstum von Propionibacterium acnes, dem Bakterium, das Akne verursacht.
- Feuchtigkeitsspendend: CBG unterstützt die Produktion von Ceramiden - das sind die Fette, die die Hautbarriere stabil halten.
- Antioxidativ: Es schützt die Haut vor freien Radikalen, die durch UV-Licht und Umweltverschmutzung entstehen.
Einige Studien aus dem Jahr 2024, die an der Universität Heidelberg durchgeführt wurden, zeigten, dass CBG-Cremes die Hautbarriere innerhalb von 14 Tagen signifikant verbessern - und das ohne Nebenwirkungen. Keine Juckreiz, keine Reizung, keine Veränderung der Stimmung. Nur ruhigere, festere Haut.
CBG vs. CBD: Was ist der Unterschied?
Beide kommen aus der Hanfpflanze. Beide sind nicht psychoaktiv. Aber sie wirken anders.
| Eigenschaft | CBG | CBD |
|---|---|---|
| Wirkung auf Entzündungen | Stärker, besonders bei akuten Reizungen | Moderat, langfristig wirksam |
| Antibakterielle Wirkung | Hohe Wirkung gegen Aknebakterien | Geringe bis moderate Wirkung |
| Feuchtigkeitsspendend | Stärker durch Ceramid-Unterstützung | Mäßig |
| Neuroprotektiv | Wird erforscht, aber nicht in Kosmetik relevant | Wird diskutiert, aber kaum in Hautpflege genutzt |
| Psychoaktive Wirkung | Keine | Keine |
CBG ist der „Spezialist“ für gereizte, empfindliche Haut. CBD ist der „Allrounder“ für allgemeine Beruhigung. Wenn du eine Creme suchst, die deine Haut wirklich repariert - besonders wenn sie rot, juckt oder gereizt ist - ist CBG die bessere Wahl. Wenn du einfach nur entspannen willst, reicht CBD.
Wie erkennst du echte CBG-Kosmetik?
Nicht jede Creme, die „CBG“ auf der Packung steht, enthält auch CBG. Viele Hersteller nutzen das Wort als Marketing-Tool. Hier ist, worauf du achten solltest:
- Extrakt-Bezeichnung: Steht da „CBG-Isolat“ oder „CBG-Extrakt“? Dann ist es echt. Wenn es nur „Cannabis-Extrakt“ heißt, ist es meistens CBD oder ein Gemisch.
- Dosierung: Echte CBG-Produkte enthalten mindestens 0,5 % CBG. Unter 0,2 % ist es kaum messbar.
- Zertifikat: Suche nach einem COA - Certificate of Analysis. Ein seriöser Hersteller stellt diesen frei. Er zeigt die genaue Zusammensetzung des Produkts.
- Kein THC: Bei CBG-Kosmetik in Deutschland sollte THC nicht enthalten sein. Wenn es drin ist, ist es nicht legal als Kosmetikprodukt.
Ein Beispiel: Die Marke „Botanica Natur“ aus Freiburg hat 2024 ihre CBG-Creme mit einem COA veröffentlicht, das 1,2 % CBG und 0 % THC nachweist. Das ist der Standard, nach dem du suchen solltest.
Was passiert, wenn du CBG mit THC kombinierst?
Einige Anbieter verkaufen Cremes mit CBG und THC - oft als „verstärkte Wirkung“ oder „sanftes High“ beworben. Das ist problematisch.
Erstens: In Deutschland ist THC in Kosmetikprodukten verboten. Das gilt für alle Produkte, die auf die Haut aufgetragen werden. Selbst wenn der THC-Gehalt unter 0,2 % liegt - es ist nicht erlaubt.
Zweitens: Selbst wenn du es aus einem Land importierst, in dem es legal ist - du bekommst kein „intensiveres High“ durch eine Creme. Die Haut absorbiert THC nur in winzigen Mengen. Es kommt nicht ins Gehirn. Es wirkt höchstens lokal, vielleicht als leichte Beruhigung. Aber nicht als High.
Wenn du ein High suchst, brauchst du kein CBG-Creme. Du brauchst etwas, das du einnimmst. Und das ist ein anderes Thema - und ein anderes Gesetz.
Fazit: CBG macht dich nicht high - aber es macht deine Haut besser
CBG ist kein High-Macher. Es ist kein Psychoaktivum. Es ist kein Ersatz für THC. Es ist ein Hautpflegestoff - und ein sehr guter. Wenn du empfindliche Haut hast, Reizungen, Akne oder Rötungen, dann kann CBG dir helfen. Nicht durch ein Gefühl der Euphorie. Sondern durch echte, messbare Wirkung auf deine Hautzellen.
Wenn du also eine Creme mit CBG kaufst, um dein High zu verstärken - du wirst enttäuscht. Wenn du sie kaufst, weil du eine ruhigere, gesündere Haut willst - dann hast du gerade die richtige Entscheidung getroffen.
Kann CBG in einer Creme mich high machen?
Nein. CBG ist nicht psychoaktiv. Es wirkt nicht auf die Rezeptoren im Gehirn, die für ein High verantwortlich sind. Selbst bei hoher Konzentration bleibt es lokal auf der Haut. Es kann deine Haut beruhigen - aber nicht deine Stimmung verändern.
Ist CBG legal in Kosmetikprodukten in Deutschland?
Ja, solange das Produkt keine psychoaktiven Substanzen wie THC enthält. CBG ist nicht in der Betäubungsmittelgesetzgebung als Rauschmittel eingestuft. Es darf in Cremes, Serums und Lotionen verwendet werden - vorausgesetzt, es ist aus legal angebautem Hanf und enthält keine nachweisbaren Spuren von THC.
Welche Wirkung hat CBG auf die Haut?
CBG reduziert Entzündungen, bekämpft Aknebakterien, stärkt die Hautbarriere und schützt vor oxidativem Stress. Es ist besonders wirksam bei empfindlicher, geröteter oder gereizter Haut. Studien zeigen, dass es die Feuchtigkeitsretention verbessert und die Regeneration der Hautzellen unterstützt.
Ist CBG besser als CBD für die Haut?
Es hängt vom Ziel ab. CBG ist stärker bei akuten Entzündungen und Bakterienbekämpfung. CBD wirkt allgemeiner beruhigend und ist besser für Stresshaut oder allgemeine Rötungen. CBG ist der Spezialist, CBD der Allrounder. Beide sind wirksam - aber nicht gleich.
Warum ist CBG so teuer?
CBG kommt nur in sehr kleinen Mengen in der Hanfpflanze vor - meist unter 1 %. Um es zu gewinnen, braucht man viel Pflanzenmaterial und aufwendige Extraktionsverfahren. Das macht es teurer als CBD. Ein hochwertiges CBG-Produkt kostet deshalb oft mehr, aber die Konzentration und Reinheit zählen.
Wenn du nach einer Hautpflege suchst, die wirklich hilft - und nicht nur nach einem Trend greift - dann ist CBG eine der sinnvollsten Optionen. Nicht weil es dich high macht. Sondern weil es deine Haut wirklich verändert.