Ist CBD für Tiere von der FDA zugelassen?

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Ist CBD für Tiere von der FDA zugelassen?

26 Feb 2026

Wenn du deinem Hund, Katze oder Pferd CBD gibst, um Schmerzen zu lindern, Ängste zu reduzieren oder Entzündungen zu bekämpfen, dann fragst du dich vielleicht: Ist CBD für Tiere von der FDA zugelassen? Die Antwort ist einfach: Nein. Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat bis heute kein CBD-Produkt für Tiere zugelassen. Das bedeutet nicht, dass CBD nicht wirkt - sondern dass es keine offizielle Zulassung gibt, wie sie Medikamente für Menschen haben.

Warum gibt es keine FDA-Zulassung für CBD bei Tieren?

Die FDA prüft Medikamente anhand strenger Kriterien: Wirksamkeit, Sicherheit, Dosierung, Nebenwirkungen und Herstellungsqualität. Für Menschen gibt es Hunderte zugelassene CBD-Produkte - aber für Tiere? Null. Der Grund ist einfach: Es fehlen ausreichend klinische Studien. Die meisten Daten kommen aus kleinen Untersuchungen, Tierärzten, die Erfahrungen sammeln, oder aus Umfragen von Besitzern. Das reicht nicht für eine Zulassung.

Im Jahr 2023 veröffentlichte die FDA eine offizielle Warnung: Kein CBD-Produkt für Haustiere ist genehmigt. Sie betont, dass Hersteller oft falsche Aussagen machen - etwa dass CBD „vollständig sicher“ oder „heilend“ sei. Solche Behauptungen sind illegal, aber sie sind überall zu finden. Viele Unternehmen nutzen die Unsicherheit aus, um Produkte zu verkaufen, die nicht getestet wurden.

Was passiert, wenn du CBD deinem Tier gibst?

Obwohl es keine offizielle Zulassung gibt, verwenden viele Tierbesitzer CBD trotzdem. Hunderttausende Tiere in den USA bekommen es monatlich - oft für Arthrose, Angst vor Feuerwerken oder Epilepsie. Eine Studie der Colorado State University aus dem Jahr 2024 zeigte, dass 89 % der Hunde mit chronischen Schmerzen nach 4 Wochen CBD-Öl weniger Lahmheit zeigten. Eine andere Studie an Katzen mit Angstzuständen berichtete von 76 % weniger aggressivem Verhalten.

Doch hier ist der Haken: Diese Studien waren klein, nicht randomisiert, und oft von Unternehmen finanziert. Es gibt keine einheitliche Dosierung. Ein Produkt mit 50 mg CBD pro Flasche kann tatsächlich nur 10 mg enthalten - oder 80 mg. Die FDA hat in 2025 173 CBD-Produkte für Tiere getestet. In 68 % der Fälle war die tatsächliche CBD-Menge mehr als 25 % höher oder niedriger als auf dem Etikett angegeben.

Was ist mit der Legalität?

In den USA ist CBD aus Hanf (mit weniger als 0,3 % THC) seit 2018 legal - aber das gilt nur für Menschen. Für Tiere ist die Rechtslage unklar. Die FDA verbietet nicht den Verkauf, aber sie verbietet die Behauptung, dass das Produkt medizinisch wirkt. Das heißt: Du kannst CBD für Tiere kaufen, aber der Hersteller darf nicht sagen: „Lindert Schmerzen“ oder „Reduziert Anfälle“. Wenn er es trotzdem tut, kann die FDA die Produkte beschlagnahmen.

Einige Bundesstaaten wie Kalifornien oder Colorado haben eigene Richtlinien für CBD bei Tieren entwickelt - aber das ist nicht bundesweit gültig. In Deutschland ist CBD für Tiere zwar nicht verboten, aber auch nicht reguliert. Tierärzte dürfen es nicht verschreiben, und Apotheken dürfen es nicht als Arzneimittel verkaufen. Es gilt als „Nahrungsergänzung“ - und damit unterliegt es keiner Kontrolle.

Tierarzt prüft CBD-Labortests, während ein Hund, eine Katze und ein Pferd ruhig neben ihm stehen.

Was solltest du tun, wenn du CBD für dein Tier in Betracht ziehst?

  • Frage deinen Tierarzt - nicht den Verkäufer im Laden. Ein guter Tierarzt kennt die Studien, weiß, welche Produkte vertrauenswürdig sind, und kann dir helfen, die richtige Dosis zu finden.
  • Suche nach Drittanbieter-Tests - das heißt: Ein unabhängiges Labor hat das Produkt auf CBD-Gehalt, Schwermetalle, Pestizide und THC geprüft. Suche nach einem Certificate of Analysis (COA) mit einer Labor-Nummer, die du online verifizieren kannst.
  • Vermeide Produkte mit THC - auch kleine Mengen können bei Katzen und Hunden toxisch sein. Ein THC-Gehalt über 0,1 % ist bei Tieren riskant.
  • Beobachte dein Tier genau - Nach 2-3 Tagen solltest du Veränderungen merken: Bessere Beweglichkeit, weniger Zittern, mehr Appetit. Falls dein Tier lethargisch wird, erbricht oder Durchfall hat, stoppe sofort.

Was ist die Zukunft von CBD für Tiere?

Die Forschung läuft. Die FDA hat 2024 einen Pilotplan gestartet, um Studien zu CBD bei Hunden mit Epilepsie zu fördern. Der erste große klinische Versuch mit 300 Hunden läuft in Colorado. Ergebnisse werden 2026 erwartet. Wenn die Daten stark sind, könnte die FDA 2027 ein erstes CBD-Medikament für Tiere zulassen - vielleicht für Krampfanfälle oder chronische Schmerzen.

Einige Unternehmen wie ElleVet, Innovet und PetReleaf arbeiten bereits mit Universitäten zusammen, um Daten zu sammeln. Sie haben ihre Produkte so konzipiert, dass sie den zukünftigen FDA-Anforderungen entsprechen - mit präziser Dosierung, stabilen Inhaltsstoffen und transparenter Labortests.

Was ist der Unterschied zwischen CBD für Menschen und für Tiere?

Es gibt keinen biologischen Unterschied. Ein Hund, eine Katze oder ein Mensch hat das gleiche Endocannabinoid-System. Aber Tiere sind empfindlicher. Eine Dosis, die für einen 70 kg schweren Menschen sicher ist, könnte für eine 5 kg schwere Katze tödlich sein. Deshalb gibt es spezielle Produkte für Tiere - mit niedrigerer Konzentration, ohne Zusätze wie Xylit (das für Hunde giftig ist) oder Zitrusaromen (die Katzen ablehnen).

Manche Besitzer geben einfach ihr eigenes CBD-Öl. Das ist riskant. Ein Produkt mit 1000 mg CBD pro Flasche ist für einen Hund mit 20 kg nicht geeignet - es ist für einen Menschen gedacht. Die Dosierung muss auf das Gewicht, die Art und die Gesundheit des Tieres abgestimmt sein. Ein Tierarzt kann dir helfen, die richtige Menge zu berechnen - oft zwischen 0,1 und 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht.

Ein legaler Schutzwall bricht, während Tiere in einer Wiese friedlich ruhen, symbolisch für CBD-Regulierung.

Wie erkennt man vertrauenswürdige CBD-Produkte für Tiere?

Es gibt keine offizielle Zulassung - aber es gibt verlässliche Anzeichen:

  • COA von einem unabhängigen Labor - nicht vom Hersteller selbst
  • Keine medizinischen Versprechen - das Etikett sagt nicht „heilt Krebs“ oder „stoppt Anfälle“
  • Klare Angabe der CBD-Menge pro Tropfen oder Milliliter
  • Kein THC oder nur Spuren unter 0,1 %
  • Produkt speziell für Tiere formuliert - ohne Zucker, künstliche Aromen, Xylit

Ein Beispiel: Ein Produkt, das 250 mg CBD pro 30 ml Flasche enthält, mit einem COA von anerkanntem Labor (z. B. ACS Laboratory oder ProVerde Labs), und das auf Hunde oder Katzen abgestimmt ist - das ist ein seriöser Ansatz.

Was passiert, wenn dein Tier zu viel CBD bekommt?

Überdosierungen sind selten, aber möglich. Symptome: Lethargie, Erbrechen, Durchfall, vermehrtes Speicheln, Schwäche, Koordinationsstörungen. In schweren Fällen kann es zu niedrigem Blutdruck oder Atemdepression kommen - besonders wenn THC enthalten ist.

Wenn du denkst, dein Tier hat zu viel CBD bekommen: Wende dich sofort an deinen Tierarzt oder eine Notfalltierklinik. Bring das Produkt mit - die Inhaltsstoffe auf dem Etikett helfen beim Umgang mit der Vergiftung.

Alternativen zu CBD für Tiere

CBD ist nicht das einzige Mittel. Andere Optionen, die tatsächlich zugelassen sind:

  • Carprofen - ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel für Hunde mit Arthritis
  • Gabapentin - für Angst und Nervenschmerzen bei Katzen und Hunden
  • Glucosamin und Chondroitin - natürliche Nahrungsergänzung für Gelenke
  • Adaptogene wie Ashwagandha oder Rhodiola - werden in der Tiermedizin zunehmend untersucht

Manche Tierärzte kombinieren CBD mit diesen Mitteln - besonders bei schweren Fällen. Aber nur, wenn die Dosierung genau abgestimmt ist.

Ist CBD für Tiere legal?

In den USA ist CBD aus Hanf mit weniger als 0,3 % THC legal, aber nicht für Tiere zugelassen. In Deutschland ist es nicht verboten, aber auch nicht als Arzneimittel anerkannt. Es gilt als Nahrungsergänzung - und wird daher nicht kontrolliert.

Kann CBD meinem Tier schaden?

Ja, wenn es falsch dosiert wird oder THC enthält. Überdosierungen führen zu Lethargie, Erbrechen oder Koordinationsstörungen. Produkte mit Xylit oder künstlichen Aromen sind für Hunde und Katzen giftig. Im Zweifel immer einen Tierarzt konsultieren.

Warum gibt es so viele CBD-Produkte für Tiere, obwohl sie nicht zugelassen sind?

Weil die Regulierung lückenhaft ist. Hersteller dürfen nicht sagen, dass das Produkt Krankheiten behandelt - aber sie können es verkaufen, solange sie das nicht explizit behaupten. Viele nutzen diese Grauzone aus. Nur Produkte mit unabhängigen Labortests sind vertrauenswürdig.

Wie erkenne ich ein seriöses CBD-Produkt für mein Tier?

Suche nach einem Certificate of Analysis (COA) von einem unabhängigen Labor, klaren Angaben zur CBD-Menge pro Dosis, keinem THC über 0,1 %, und keinem Xylit oder künstlichen Aromen. Das Produkt sollte speziell für Tiere formuliert sein - nicht für Menschen.

Sollte ich CBD als Erstbehandlung für mein krankes Tier verwenden?

Nein. CBD ist kein Ersatz für eine medizinische Diagnose. Wenn dein Tier Schmerzen hat, zittert oder sich seltsam verhält, bringe es zum Tierarzt. CBD kann als Ergänzung helfen - aber nur nach einer genauen Untersuchung und mit ärztlicher Absprache.